ein spliffchen zu prosa und musik

literarische landschafts"schilderung" ist nicht wirklich zeitgebunden - das vokabular veränderte sich ihrbezüglich seit vielleicht 200 jahren kaum und die  menschen  hatten so im allgemeinen zu ihren jeweiligen landschaften einen viel gründlicheren bezug als heutige gelegenheitswandernde  z.b. autofahrer_innen  - will sagen : da wurde stilistisch kaum etwas alt oder obsolet.
hinhörlich musik nehme ich vergleichbares ganz anders wahr : die formen und farben vor allem von pflanzen, aber auch von landschafts"charakteristiken" sind  mit den musikalischen gestaltungsmitteln von vor 200 jahren kaum zu simulieren - dur- || moll-tongebilde sind soweit nicht hinreichend "authentisch - naturalistisch" grundstruktural ausgelegt : insofern war ein immer freier werdender umgang mit tonalitäten bishin zu stichigen atonalitäten eine echte notwendigkeit :: die vielfalt alleine schon an pflanzen einigermassen (!) akustisch optik/haptik-adäquat vorstellbar machen zu können.

draw.

würde ich z.b. wüste poetisch beschreiben, würde ich womöglich radikal kommata - vielleicht sogar
punkte - weglassen - - so eine freiheit existiert in der literatur  _  hallo molly bloom  - - -
je eckiger, spitzer und kleinwinkliger landschaft ( poetisch ausgedrückt ? ) desto mehr kommata
( und punkte )

wüste : musikalisch vielleicht basal ( eigentlich ja "luft" / sorry der kürze ) "anfassbar" über arvo pärts langgezogene melodiöse linien
( tonal geradezu sicherlich nicht :: 'los angeles' - in desierto ::: ? )

sollte wieder mal lachenmanns staub anhören.






draw..


wie bekomme ich  form und inhalt zusammen ?
( darstellungsaufgabe )

wie gewährleiste ich formale lebendigkeit anhand differenziert fühlbarer/zu fühlender inhaltlichkeit  ?
- die wo auch immer (?)  "KLASSISCHE" komponist_innenfrage und bei deren exemplarischer beantwortung würde sehr schnell der fundamentale unterschied zwischen sprache und musik - nun nicht "musikalische SPRACHE, die alle (?) verstehen" klar : musik kann vor allem GEFÜHLE am exaktesten darstellen, danach erst malerei oder tanz (?) - ( mit ) ihr darf es um freiwählbare minimalentitäten gehen und nicht um grobe, weil fixe wörtchen - ernsthaftigkeit per se.
( usw. )

... 

coffee ( black water )


@ lebendigkeit

ja, so wie ich prosaische literatur bislang und in der regel wahrnahm, las ich grundgefühlsunterschiede von autor_in zu autor_in : d. eine schreibt eher keck, d. andere eher gediegen, ein_e weitere_r vielleicht eher sachlich und manche_r gar kernig.

das symbolisiert mir so etwas wie nabelschau, ein persönliches grundgefühl, das sich stilistisch individuell als literarische "handschrift" d.  jeweiligen autor_in niederschlägt und meist geradezu zuverlässig abgreifbar ist.
für textlebendigkeit sorgt vor allem das inhaltlich beschriebene ( erlebte, beobachtete, erfundene ) interaktive neben/in ortsbeschreibungen ( von natur über fabrik zur wohnbehausung, von garten über fensterbrett bis zur whirlpoolumgebung etcet........................................................................ )
wird ganz objektiv-nüchtern geschrieben, so ist vielleicht das gefühl von "emotionslosigkeit" gewährleistet und ironiker_innen gehören dazu auch noch ( humor ist wenn man_frau trotz dem - was ? - lachen ! / dürfenkönnen WOLLEN : ? )
+ vergleichbar grundsätzliches

... >

allerdings reden so manche literat_innen gerne von komponieren hinsichtlich ihrer arbeiten - ihre prosa solle als kompositionsarbeit aufgefasst werden.
( das verb komponieren stammt vom wort componere, welches zusammenstellen bedeutet )
wenn nun ein_e musiker_in z.b. mehrere riffs oder akkorde nach persönlichem geschmack oder grundgefühl sortiert und das sheetmässig  aufschreibt, so wird schon komponiert, werden tonale bezugsgrössen zusammengestellt : das ist üblich in kirchenmusik ( gesangsbuchmusik ) + bei jazzstandards oder halt in
pop/rock usw. ++ incl. melodien meist.
also dieses musikalische kompositionsverfahren lässt sich soweit bequem hinsichtlich literatur analogisiert betrachten und ausreichend über individuell heranziehbare pop/rock ... sänger_innen belegen.

d. eine komponiert eher kernig ( üblichst über verzerrte gitarren ), d. andere eher sachlich ( dann womöglich
über elektro ), ein_ e weitere_r eher gediegen ( dann meist mit geigenarrangements ) und manche_r gar
keck.
( +++ vergleichbar grundsätzliches )

      → feel. / genre


...>


wird es tiefer ( anhand syntaxdetailierungen ) wird analogisieren schwierig.




:)

 . -)




(crypt.?)trial


* frage : hiesse sprachlich "musikalischer" werden "gefühlsexpansivkomponierender" werden und damit sprache analog musik als gefühlsverstärkerin instrumentalisierbarer machen ?

durchaus - wobei gefühlsstimulation, gefühlsverstärkung geradezu der grund für rezipient_innen ist - für die ich vielleicht komponiere - mein zeug zu mögen ( oder gefühlsgewährleistung/gefühlsstabilisation ) - somit quasi auto-manipulativ für hörer_innen wirken/fungieren kann : ich habe sogesehen mein - wie auch immer als fundamental zu identifizierendes - grundgefühl zu verbreitern und muss nicht grundgefühlsbreite erhalten : ich darf mein grundgefühl immer mehr präzisieren.
das kurzbeschreibt die arbeit traditionell + v.a. tonal komponierender : "grundgefühlsoptimierung".


.. ( drawin yet )


 komponieren - gar voll-entkoppelt einer jeweiligen grundgefühlssituativität  ?
+ komp. auftragsarbeiten bishin zu gestikulativen ( körpersprachlichen ) wahrnehmbarkeiten + zuvörderst bei arrangements + 

dürfte ich adhoc " ja. " sagen.

( gelegentlich betrüblich : von trauer bis spass ::  brutalerweise ::: vor allem für ausführende
live-musiker_innen )



"quadrupol"teilpräzisierung ( gefragt / läppisch-täppisch + usw. )


p.1  vase: rot. dahinter fenster: halbgeöffnet.


p.2   da ist eine vase. die vase ist rot. dahinter ist ein fenster. das fenster ist halbgeöffnet.


p.3    hinter einer roten vase ist ein halbgeöffnetes fenster.


p.4     hinter einer vase, die rot ist, ist ein fenster, welches halbgeöffnet ist.


              usw.

verwende ich eines ( - usw. ) dieser ( gar möglichen ? ) - erst einmal subjektiv unvorbenannten - "(grund)gefühle", welches verlasse ich um ( warum ? / wohin ? ) textlebendigkeit zu erzeugen/gewährleisten ?

mit so einer fragestellung ( okay, auf die kürze / satzlängenbezogen vielleicht nicht zu verstehen oder regelrecht verbohrend  ) wäre für mich sprachformale detailkomposition mit musikalischer komposition ( auch ) noch irgendwie vergleichbar : das eigene grundgefühl - "eigentlich" präziser : ein "eigenes" gefühl - desavouieren, um gefühle anderer zu - respektieren (?)
würdigen (?)
( oder sei es auch nur, um nicht langweilig zu texten, und sei es auch nur - wie,wo, warum auch immer - minimalst eingestreut - - in prosaische schreibarbeit )

hierzu FLIEGT ( akustisch ) extensiv-verwertbares zu hirngefühlen ( und nicht heraus ) : da muss womöglich diametral anders "gespielt", gar weiter"gespielt" - vor allem verworfen - werden und deshalb braucht musik. komponieren/arrangieren gelegentlich SEHR viel zeit.
dabei kann sich allerdings die eigene gefühlsdarstellungspalette GEFÜHLSERWEITERND - ja persönlichkeitserweiternd - gelegentlich & geradezu eigentherapeutisch - - wenn komp. verstehen : ausdehnen :: das ist ( auch ) wahre musiker_innenbelohnung.

* ich meine, musikalisches arrangieren ist vielleicht einfacher im vergleich mit theater- oder drehbuchschreiberei : nicht ein grundgefühl verfolgen, sondern gefühle anderer regelrecht beobachten und möglichst exakt / unverfälscht "nachzeichnen" / evtl. "mitzeichnen" anhand ihrer realen dargestelltheit )


** manchmal sollte sich ein_e musiker_in sehr einengen um rezipierenden ein gefühl von freiheit zu verschaffen : es ist nicht komplett so, dass das persönliche freiheitsgefühl d. musiker_in befreiend den rezpierenden wirken kann/muss -

.


laid back (  rollin ? )


zappte letztens an der glotze über ein angebliches (?) e. bloch-zitat : " musik = hure, weil sie mit jedem text
geht " ( sinngemäss )
ich ergänze : nur mit text kann musik zur edelhure werden ( die sich ihre textkunden frei wählen kann, gar bei pers. bedarf ) 
oder monogam sein wollen oder polygam ( ohne bezahlung : hure :: ? )
sie ist grundsätzlich hure ohne text - "sie ist die grösste hure"  - sagte teddy.

so frau : man wollen ::

nun, da ich mal eine zeitlang erkenntnis-bezogen & gerne mich auf matriarchat eingelassen hätte
( experimentell ) stellte ich mir doch die frage, wie sich eine musik anhören könnte, in der weibliche stimmen stets dominieren.
ich fasste folgendes zuordnungskriterium primitiv voraus : weiblich sind die hohen töne, männlich die tiefen, jeweils möglichst instrumentenunabhängig.

da war/ist bach, johann - die fugen ( violinsystem : weiblich / basssystem : männlich )

nun, ich sah erst einmal oberflächlich auf seine klavierfugentextur(en) und nahm ein irgendwie schon sehr schön ausgewogenes geschlechterverhältnis wahr ( ganz klar ) - sehr erfreuliches paradigma ( o.t. )
da ich allerdings dessen kulturelle verortetheit zu weisser, europäischer musik viel zu eng fand und die rhythmik eh nur als kernprimitiv zu bezeichnen ist, so ging dem nicht weiter auf den grund.
es ist zu überprüfen/diskutieren, ob das nicht gar kernansatzweise als matriarchale musik ( die klavierfugen ) anzutheoretisieren ist : ich sag :: ja.

nun besitzt z.b. die deutsche sprache den bestimmten artikel ( genus ) und weist einem wort männlichkeit oder weiblichkeit zu - ich erkenne noch formal eine analogie zur musik :
eine echt ein wenig sehr "esoterische" aufgabe wäre es, auf der genusebene sätze matriarchal
( konstruktionskriterium : weibliche wörter sollten stets dominante orte im satzbau besetzen ) basteln zu wollen.
spinnert aber nicht ( ganz ) uninterssant - weil : wiewo sind die dominanten stellen in ausgeuferten/ausufernden syntaxdimensionen und vor allem : klänge das irgendwie erkennbar anders ::  ?
 ( sehr subjektiver ansatz - sowas wie schwerpunktfindung in weitschweifigen satzbaukörpern, zudem hart an deutscher sprache = übersetzungsproblem )

( sorrie : womöglich verführungspotenzial in echtes off/offoff  )

* gut - für musiker_innen durchaus in erwägung ziehbar, fragt sich halt wie, weil : es kann zusätzlich um VERTEILUNGSGERECHTIGKEIT gehen, wenn es nicht - wie alles künstlerische versuchsweise - um diese geradezu gehen sollte.
( das liesse sich hinsichtlich kultureller codes vertiefen - oder über 12 ton- und ist/wäre z.b. dodeka-bezogen nur sehr ambitioniert realisieren zu wollen : zählen, zählen, zählen ... und nochmal zählen, zählen usw. )

** in der malerei geht übrigens verteilungsgerechtigkeit prinzipiell ( "kernabstrakt" ) einfacher : beliebig viele unterschiedliche farben + gleiche farbmengen und dann sprühen, schütten, "zeichnen" ( mit skalpell ? ) usw bis zum jeweils letzten tröpfchen = alles - eher abgeschwächt-identifzierbar - doch gerecht verteilt !




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